Natuerlich darf auch auf meinem Blog der obligatorische Jahresrueckblick nicht fehlen.
Vorherrschendes Gefühl 2009?
Zufriedenheit. Vorherrschendes Gefühl für 2010?
Vorfreude und Neugier. 2009 zum ersten Mal getan?
Eine Ausbildung begonnen, in die eigene Wohnung gezogen. 2009 nach langer Zeit wieder getan?
Abends mit Leuten weggewesen. 2009 leider gar nicht getan?
Jemanden gekuesst. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Stadt des Jahres?
Tübingen. Alkoholexzesse?
Keine. Haare länger oder kürzer?
Ungefähr gleichlang. Kurzssichtiger oder Weitsichtiger?
Wie vorher auch, kurzsichtig. Mehr ausgegeben oder weniger?
Definitiv mehr. Krankenhausbesuche?
Nur ein ambulanter zur Magenspiegelung, aber dafuer mit Vollnarkose. Verliebt?
Wie immer und nach wie vor, in den Helden. Most called person?
Meine Mom, mein Bruder. Die schönste Zeit verbracht mit?
Meinen Kolleginnen auf der Arbeit, den Leuten in der Schule (Yule und Marina!), dem Helden, Jana. Die meiste Zeit verbracht mit?
Meiner Mom xD Song des Jahres?
Puhu äänellä jonka kuulen von Happoradio.
Uprising von Muse. Buch des Jahres?
A Thousand Splendid Suns von Khaled Hosseini und Change of Heart von Jodi Picoult. Film des Jahres?
Illuminati. CD des Jahres?
Muse – The Resistance. Musikalische Neuentdeckung?
Kings of Leon, Coldplay, The Killers Musikalische Wiederentdeckung?
Trapt, Muse TV-Serie des Jahres?
Grey’s Anatomy, wie immer ;D Erkenntnis des Jahres?
Nie wieder KabelBW. Drei Dinge auf die ich gut hätte verzichten können?
Tod meiner Katze, endloser Stress mit KabelBW, Magenspiegelung. Schönstes Ereignis?
Da gibts mehrere. Die Begegnung im Mai mit dem Helden, mein Helsinki-Urlaub, meine Ausbildung, meine Wohnung, Tinka.. <3 2009 war mit einem Wort?
Fantastisch.
2009 war einfach MEIN Jahr.
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein Jahr erlebt habe, in dem alles so perfekt lief. In meinem Leben hat sich alles zusammengefuegt, die Puzzleteile sind an ihren Platz gefallen, ich habe mich so sehr weiterentwickelt, so viel erlebt.
Ich kann mir nur von ganzem Herzen wuenschen, dass 2010 genau so toll wird.
Weihnachten war wunderbar. Ich habe einen Ipod Touch bekommen und bin wahrlich begeistert davon! Nicht nur, dass man damit Musik hoeren kann, man kann auch ins Internet und wie beim Iphone verschiedene Apps benutzen.
Aber natuerlich war Weihnachten nicht nur deshalb schoen, sondern weil es rundum perfekt war. Weil es besinnlich war und weil alles gepasst hat, weil ich liebe Menschen um mich hatte.
Meine Tage verbringe ich bisher mit Lesen, Musik hoeren, Fotografieren, Spazieren gehen und dem Bewirten von lieben Leuten, die mich besuchen. Es ist genau so, wie Ferien sein sollten.
Und der Held sagt: “Ich freue mich jedes Mal sehr von dir zu hoeren!” und in meinem Kopf flackern Bilder auf von unserer Begegnung im Mai. Wenn ich daran denke, schlaegt mein Herz auch jetzt noch wie verrueckt gegen den Brustkorb.
Es kommt mir vor, als waere es gestern gewesen wie ich dort zwischen all den Leuten stand und so voller Hoffnung die Menge nach ihm absuchte. Ich konnte ihn nirgendwo entdecken, aber ich wusste, ich wusste einfach, dass er da war.
Und dann hoerte ich ploetzlich jemanden seinen Namen sagen und da stand er, direkt vor mir. Er kam die Treppe herunter und lief geradewegs zu mir, ohne jemand anderen auch nur anzusehen.
In dem Moment haette ich explodieren koennen vor Glueck, mein ganzes Innerstes fuhr Achterbahn und schlug Saltos und ich sah nur noch ihn. Alle anderen Leute waren nur noch verschwommene Masse, es gab nur uns. Ihn und mich.
Ich weiß noch, dass alles was ich denken konnte, war: “Oh Gott, er ist da, er ist da, er ist da. Er sieht umwerfend aus.” und dass ich mich zurueckhalten musste, weil ich ihn am Liebsten einfach gekuesst haette. Seine Lippen sahen so wunderschoen aus.. ich konnte ueberhaupt nicht aufhoeren sie anzustarren. Aber mir war bewusst, dass man uns anstarrte. Dass meine Mom und meine Oma und vermutlich noch viele andere uns beobachteten.
Meine Mutter war immer diejenige, die dachte ich koennte ihn gar nicht leiden und voellig ueberrascht war, das genau das Gegenteil der Fall war. Meine Oma hingegen war immer diejenige, die alles durchschaute, nur durch die Art wie ich von ihm sprach.
Dann hielt er mir die Hand hin und mir sind alle Sicherungen rausgesprungen. Ich konnte kaum noch denken, alles drehte sich und mir war schwindelig und mein Hirn fuehlte sich an wie Pudding. Aber auf eine positive Weise.
Seine Hand nahm ich eigentlich nur, weil irgendwo etwas in mir noch wusste, dass man so etwas macht, wenn einem jemand seine Hand hinhaelt.
Ich war so ueberwaeltigt! Dass ich ueberhaupt nich mit ihm reden konnte, dass ich Worte hatte und vernuenftige Saetze zustandebrachte, ist ein Wunder.
Ich habe seine Naehe so intensiv wahrgenommen, dass es mich einfach umgehauen hat. Ich konnte ihn sehen, riechen, fuehlen.. da war die Waerme seiner Hand und sein Parfuem, das ich so liebe, und sein Blick.. Es war atemberaubend und ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich jemals so gefuehlt haette wie an diesem Abend.
Das war das erste Mal seit Jahren, dass er mir wieder richtig nahe war. Dass ich mehr als nur ein paar Worte mit ihm wechseln konnte. Es war das, wonach ich mich so ewig gesehnt hatte, es war alles was ich wollte.
Und es war definitiv das Allerbeste im ganzen Jahr 2009. Ich bin so so dankbar dafuer. Es war Magie.
Und im Mai 2010 werde ich ihn hoffentlich wiedersehen. Und wenn ich Glueck habe, dann wird alles wieder so wundervoll.
Da ich morgen vermutlich nicht mehr oder nur kurz online sein werde, wuensche ich euch allen jetzt schon Frohe Weihnachten.
Feiert schoen und lasst es euch gut gehen :)
Ich werde morgen Mittag erstmal zu meiner Oma gehen, wo die ganze Familie zusammenkommt. Meine Oma hat naemlich am 24.12. auch noch Geburtstag und mittags wird traditionell Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Danach fahren meine Mom und ich zu mir nach Hause, um dort Weihnachten zu feiern. Es gibt Raclette zu essen und nach dem Essen werden die Geschenke verteilt. Um 22 Uhr gehts dann noch in die Kirche.
Heute habe ich schon die ganze Wohnung hergerichtet und blitzblank geputzt, die Geschenke liegen bereits unter dem Tannenbaum und warten darauf, ausgepackt zu werden. Hach, ich freu mich drauf, jawohl.
Lasst euch alle reich beschenken! Hyvää Joulua!
Ich koennte gerade die ganze Welt umarmen! Als ich eben im Bus nach Hause saß und in die Dunkelheit mit ihren glitzernden, bunten Weihnachtslichtern hinausgeschaut habe, haette ich vor Glueck beinahe platzen koennen. Am Liebsten haette ich geschrien und waere durch den ganzen Bus gehuepft! :D
Ich war heute Mittag mit Jana in der Stadt, wir waren Weihnachtsgeschenke einkaufen und heiße Schokolade mit Sahne in einem wunderbar gemuetlichen Café trinken und Chinesisch essen.
Anfangs hatte ich wirklich Angst – wie immer bei sowas -, dass wir nichts zu reden haben wuerden, aber es war ganz leicht und wir haben pausenslos gequatscht und gelacht. Es hat einfach riesengroßen Spass gemacht!
Fuer mich ist das wieder ein wahnsinnig großer Fortschritt. Ich kann mittlerweile zwar schon wieder gut mit anderen Leuten weggehen, aber bisher war ich immer mit einer Gruppe unterwegs, nie mit jemandem ganz allein. Nur zu zweit etwas zu unternehmen und dann auch noch mit jemandem, den ich eigentlich gar nicht richtig kenne, das hat mir immer am meisten Angst gemacht.
Und jetzt habe ich tatsaechlich auch das geschafft und meine soziale Phobie ist kaum noch vorhanden. Mittlerweile verstehe ich auch gar nicht mehr, wie ich so große Angst vor der Welt da draußen haben konnte. Im Grunde ist sie naemlich verdammt schoen und die Menschen auf ihr sind ueberhaupt nicht so schlimm, wie ich immer dachte. Die meisten sind sogar ziemlich nett ;)
Jana und ich werden ganz bestimmt bald wieder was gemeinsam unternehmen. Es fuehlt sich so toll an, wieder eine richtige Freundin zu haben!
Ich habe gerade einfach das Gefuehl, dass mich wirklich nichts aufhalten kann und ich bin so gluecklich darueber, wie das Jahr 2009 fuer mich gelaufen ist. Es war einfach nur perfekt, es war wirklich rundum perfekt.
Und gerade bin ich so unendlich dankbar, dass ich weinen koennte.
Da ich bei der Adventskalender-Aktion vom Tomatenkaetzchen* mitmache, bei der jeder Blogger an einem Tag ein Adventskalendertuerchen auf seinem Blog oeffnen darf, oeffne ich heute nun Tuerchen Nummer 21.
Dahinter verstecken sich ein paar Infos zum finnischen Weihnachtsfest – ihr kennt mich ja, ohne Finnland geht bei mir gar nichts ;D
Weihnachten hat für für die Finnen eine große Bedeutung. Denn nach dem langen, dunklen und oft sehr feuchten Herbst kommt mit Weihnachten endlich der Wendepunkt des Jahres. Wenn das Licht allmählich wieder Oberhand über die Dunkelheit zu gewinnen beginnt, dann ist es Zeit zu feiern.
In Helsinki wird bereits Ende November die sogenannte Weihnachtsstraße eroeffnet, auf der unzaehlige Lichter brennen.
Der Weihnachtsbaum wird in Finnland erst einen Tag vor Weihnachten aufgestellt und oft mit einer Kette geschmueckt, an der verschiedene Landesflaggen baumeln. Eine weiterer typisch finnischer Weihnachtsschmuck ist ein aus Stroh gefertigtes geometrisches Mobile, “Himmeli” genannt.
Auch die Tiere spielen an Weihnachten eine große Rolle. Haustiere bekommen oft auch Geschenke und fast jeder Finne hängt an einem Baum auf dem Hof ein Haferbüschel für die Vögel auf.
Außerdem isst man am Jouluaatto, dem Weihnachtsvortag, puuro, einen Haferbrei mit Zimt, Zucker und kalter Milch. In diesem Brei ist eine Mandel versteckt und wer die Mandel bekommt, der hat angeblich im nächsten Jahr besonders viel Glück.
Am 24. Dezember wird in Turku, der früheren Hauptstadt Finnlands, dann der “Weihnachtsfrieden” verkündet. Damit beginnt das Weihnachtsfest offiziell.
Bei Einbruch der Dunkelheit begeben sich die Familien zum Friedhof und bringen Kerzen auf die Gräber von verstorbenen Angehörigen, manchmal auch einen Kranz oder einen kleinen Tannenzweig. Die Friedhoefe strahlen dann meist im Licht von tausenden Kerzen!
Der finnische Weihnachtsmann kommt am Heiligen Abend schließlich höchstpersönlich in die Häuser. Aber auch die Kinder verkleiden sich mit roten Strumpfhosen, einer langen roten Zipfelmütze und einem grauen, rot verzierten Baumwollkleid als “kleine Helfer” des Weihnachtsmannes.
Beim Eintreten ins Haus stellt der Weihnachtsmann immer die gleiche Frage: “Gibt es brave Kinder hier?” und die Antwort ist immer ein überzeugtes: “Kyllä (Ja)!”. Dann erzählt der Weihnachtsmann den Kindern, wie weit sein Weg von Lappland war. Dort lebt er weit, weit weg von den Städten am Korvatunturi, einem Berg bei Rovaniemi, in Lappland.
Zu essen gibt es an Weihnachten die verschiedensten eingelegten Fischsorten, wie z.b Hering.
Besonders beliebt ist der Weihnachtsschinken, ein gesalzener Schinken, der lange Zeit gebraten wird. Daneben werden manchmal auch Lamm oder Pute serviert. Möhren-, Kartoffel- und Steckrübenauflauf gehört immer dazu.
Zum Nachtisch gibt es Milchreis mit Preiselbeersaft.
Zu trinken werden heiße Säfte für die Kinder, “angereicherter” Glögi, Bier und Wein für die Erwachsenen angeboten und als Nachtisch serviert man Kaffee, Korvapuusti (Hefegebäck mit Kardamom) und Kekse.
Wer selbst mal Korvapuusti backen moechte, dem empfehle ich folgendes Rezept:
500 ml Milch
1 Ei
200 g Zucker
1 EL Zimt
1 EL Kardamom
1 TL Salz
2 Pck. Hefe (Trockenhefe)
200 g Margarine
1 kg Mehl
1 Tasse zerlassene Butter
Hagelzucker zum Bestreuen.
Milch, Ei, Zucker, Zimt, Salz und Hefe vermischen. Nach und nach das Mehl dazugeben und den Teig kneten. Wenn der Teig sich vom Schüsselrand löst, die Margarine dazugeben. Anschließend den Teig an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sein Volumen etwa verdoppelt hat. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Derweil den Teig portionsweise ausrollen (ca. 2-4-mm-dick). Mit zerlassener Butter bestreichen und mit ein wenig Zimt bestreuen. Aus dem Teig eine Rolle formen und ca. fingerdicke, leicht schräge Scheiben davon abschneiden.
Unmittelbar bevor die Korvapuusti in den Ofen kommen, werden sie mit Ei bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Im Ofen 10-15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
Am Besten schmecken die Korvapuusti natürlich warm und ganz frisch.
Wer’s ausprobieren mag, es ist ganz einfach :)
Allerdings sollte man Korvapuusti niemals mit “Zimtschnecken” uebersetzen. Korvapuusti heisst woertlich uebersetzt naemlich “Ohrfeige” und die Finnen legen großen Wert darauf, dass man sie auch so nennt. Der Name kommt vom typischen Aussehen der Korvapuusti, weil sie in ihrer Form aehnlich aussehen wie Ohren.
Sehen koennt ihr das auch auf obigem Foto :)
So, zum Schluss gibts von mir noch ein typisch finnisches Weihnachtslied von Joel Hallikainen und ein “Hyvää Joulua” (Frohe Weihnachten) an euch alle :)
Hallo Besucher! Ich bin das Meerkind, bin 21 Jahre alt und angehende Fachangestellte fuer Medien- und Informationsdienste in einer Buecherei.
Daher erfaehrst du hier hauptsaechlich Dinge ueber Medien und Literatur. Aber keine Angst, ich schreibe auch ueber ganz normale Alltagsdinge, die mich so beschaeftigen.
Wenn du magst, schau dich doch ein bisschen um und hinterlasse mir einen Kommentar :)
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